Aktuelles

RWJ 08/2018: Neue Kormoranverordnung

 

Afrikanische Schweinepest:

Bundesregierung warnt vor Ausbruch in Deutschland

 

 

weitere Info hier

 

Quelle: gmx.net

Maßnahmenkatalog

Optionen für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen im Seuchenfall

Massnahmenkatalog-ASP
2017-10 DJV-FLI_2_Massnahmenkatalog-ASP.
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Freigabe aller Altersklassen beim Schwarzwild für NRW

 

Aktuelles vom Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen

 

vom 15. November 2017

 

 

Managementpläne für invasive Arten auf dem Prüfstand

 

 

 

Jägerinnen und Jäger können bis zum 20. November den Entwurf der Managementpläne für invasive Arten auf einem Anhörungsportal im Internet kommentieren. Der DJV fordert zur regen Beteiligung auf: Möglichst viele Waidmänner und -frauen sollten Wissen einbringen.

 

 

14. November 2017, Berlin (DJV). Bis zum 20. November 2017 können Behörden, Verbände und anderen Interessensgruppen eine Stellungnahme zu den geplanten Managementplänen für invasive Arten unter   

www.anhoerungsportal.de

  abgeben. Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat zu den Entwürfen der Management- und Maßnahmenblätter für jagdlich relevante Arten Nutria und Waschbär

bereits Position bezogen

und diese entsprechend begründet. Der DJV bittet Jäger, die geplanten Maßnahmen ebenfalls zu bewerten und bei Kritik möglichst nachvollziehbare Begründungen anzuführen.  

 

Laut DJV ist eine konsequente und wirkungsvolle Umsetzung der EU-Verordnung (EU-VO) ohne Jagd nicht möglich. Zur Eindämmung von in Deutschland bereits weit verbreiteter und etablierter Arten ist eine intensive Bejagung mit Schusswaffe und Fallen dringend geboten. Ein Fangen und Kastrieren von Tieren, wie dies derzeit in Hessen für den Waschbären diskutiert wird, ist praxisfern. Tierschutzverbände haben bereits im Sommer eine „Unfruchtbarmachung“ gefordert. Der DJV hält dies vor dem Hintergrund der starken Ausbreitung von Arten wie dem Waschbär für realitätsfern. „Diese Vorschläge mögen sich zwar eignen, um Spenden zu sammeln, sie helfen aber weder dem Tier- noch dem Artenschutz, weil sie keine praktikable Lösung darstellen“, sagt Professor Jürgen Ellenberger, DJV-Präsidiumsmitglied. Auch kastrierte Waschbären müssen fressen und ernähren sich von heimischen Arten, ohne Unterschied ob diese häufig oder stark gefährdet sind. Zudem verstößt das Freilassen einer invasiven Art  - nach der Kastration - gegen die EU-Verordnung.

 

 

 

Wenn Deutschland die Umsetzung der EU-Verordnung ernst meint, müssen kontraproduktive gesetzliche Regelungen schnellstmöglich abgebaut werden. Eine Schonzeit für den Waschbären von nahezu einem halben Jahr, wie dies beispielsweise in Baden-Württemberg und Hessen der Fall ist, dämmt den Erfolg der Umsetzung der EU-VO ein und nicht die Populationen dieser invasiven Art. Ebenso ist in diesem Kontext die Sinnhaftigkeit von Bejagungsverboten im Siedlungsgebiet und in Schutzgebieten zu hinterfragen. Mit Lebendfangfallen und Fallenmelder können in den genannten Arealen Raubsäugerbestände erfolgreich und störungsarm reduziert werden. Damit Jagd als effektives Managementinstrument flächendeckend zum Einsatz kommen kann, müssen laut DJV Nutria und Waschbär in allen Bundesländern in den Katalog der jagdbaren Arten und ganzjährig bejagt werden.  

 

 

 

Die auf der Unionsliste aufgeführten Arten wurden durch ein internationales Wissenschaftsgremium als invasiv bewertet. Einige deutsche Politiker und Naturschützer stellen trotzdem die negativen Auswirkungen des Waschbären auf heimische Ökosysteme in Frage. Dies ist aus Sicht des DJV nicht nachvollziehbar. Denn deutsche Waschbären unterscheiden sich in ihrer Ökologie nicht von ihren Artgenossen in anderen EU-Ländern. Eine Verharmlosung der Situation wird weder Arten- noch Tierschutz gerecht.

 

"Erhaltungszustand des Wolfes in Mitteleuropa günstig"

 

 

 

Der Deutsche Jagdverband (DJV) fordert die Umweltministerkonferenz auf, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse für das Wolfsmanagement zu berücksichtigen. Das BfN-Handlungskonzept zum Umgang mit auffälligen Wölfen sollte überarbeitet werden.

 

 

 

15. November 2017, Berlin (DJV). Anlässlich der kommenden Umweltministerkonferenz (UMK) unter Vorsitz des Landes Brandenburg fordert der Deutsche Jagdverband (DJV), neue wissenschaftliche Erkenntnisse hinsichtlich des Wolfsmanagements zu berücksichtigen. So empfiehlt der Genetiker Prof. Dr. Sven Herzog, TU Dresden, in einer gerade veröffentlichten Expertise, die Definitionen einer „Wolfspopulation“ zu vereinheitlichen und operational zu gestalten. Sowohl im Rahmen der Gesetz- und Verordnungsgebung als auch im Rahmen des praktischen Managements scheine es sinnvoll, die Definition aus klassischen populationsbiologischen Kriterien herzuleiten. So sei auch die Festlegung eines günstigen Erhaltungszustandes nur auf Ebene der gesamten Population sinnvoll. Auf dieser Ebene und unter Zugrundelegung der in der FFH-Richtlinie genannten Kriterien sei der Erhaltungszustand des Wolfes in Mitteleuropa als günstig zu bezeichnen.

 

 

 

Der DJV bekräftigt seine Kritik an dem vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) vorgelegten „Handlungskonzept zum Umgang mit auffälligen Wölfen“

(Link:http://bit.ly/2iUc8SE ). Die Umweltminister sollten die Konferenz nutzen, um die Schwächen des Konzeptes zu benennen und praktikable Maßnahmen im Umgang mit auffälligen Wölfen einzufordern. Für Außenstehende drängt sich der Eindruck auf, dass der politische Handlungsdruck zum Thema Wolf in der UMK maßgeblich von der unterschiedlichen Betroffenheit der jeweiligen Bundesländer abhängt. Deshalb tun sich die Konferenzteilnehmer offensichtlich weiterhin schwer damit, pragmatische Lösungen zu finden. Der DJV mahnt eine ausgewogene Beschlussfassung an hinsichtlich den naturschutzfachlichen Verpflichtungen und der Akzeptanz in der Bevölkerung.

 

 

 

Vom 15. bis 17. November 2017 findet in Potsdam unter Vorsitz des Landes Brandenburg die 89. Umweltministerkonferenz statt. Sie wird sich unter anderem mit dem Umgang geschützter Tierarten wie Wolf und Biber beschäftigen. Mit besonderer Spannung erwartet wird der Bericht der länderoffenen Ad-Hoc-Arbeitsgruppe zum „Wolf“. Viermal hatten sich Amtschefs und Staatssekretäre getroffen und über das weitere Management des Wolfes und den Umgang mit „Problemwölfen“ beraten. Insider berichteten, dass weiterhin umfassender Beratungsbedarf bestehe. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus forderte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa vergangene Woche "schnellstmöglich einen rechtssicheren und bundeseinheitlichen Handlungsrahmen" im Umgang mit Wölfen, "die ein notorisch unerwünschtes Verhalten aufweisen". 

 

 

 

Die Studie gibt es hier zum Herunterladen: 

http://bit.ly/2hxky5N

 

 

NRW-Landwirtschaftsministerium verlängert Förderung der Trichinenuntersuchung bei Frischlingen

 

Ersten Einschätzungen des Ministeriums zufolge hat sich die Jagdstrecke gerade bei Frischlingen bereits deutlich erhöht.

 

  1. November 2017, Dortmund (LJV). Das NRW-Landwirtschaftsministerium hat die Förderung der Trichinenuntersuchung für erlegte Frischlinge (max. 20 kg) bis zum 31. März 2018 verlängert.

Per Erlass vom 16. November 2017 hat das Ministerium verfügt, auch in den kommenden Monaten bis zum Ende des Jagdjahres 2017/18 die im Einzelfall bei den Kommunen anfallenden Kosten für die Trichinenuntersuchung mit max. 10,- Euro pro erlegtem Stück zu stützen.

Das Projekt war im August 2017 mit einem Betrag von 50 000 Euro gestartet worden und soll in der Jägerschaft den Anreiz erhöhen, den Bestand an Schwarzwild in NRW zu verringern. Dieser Förderbeitrag wurde nun um weitere 50 000 Euro erhöht und das zuständige Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz angewiesen, rechtzeitig zu berichten, sollte der Betrag erschöpft sein.

Antragsberechtigt sind die Kreise und kreisfreien Städte. Es werden nur Kosten für Proben an Frischlingen erstattet. Frischlinge in diesem Sinne sind Wildschweine, welche zum Zeitpunkt der Erlegung ein Körpergewicht von maximal 20 kg aufweisen. Das Gewicht der beprobten Wildschweine ist durch eine geeignete Unterlage (Kopie des Wildursprungsschein) nachzuweisen. Es werden nur Kosten für Proben berücksichtigt, bei denen das Erlegungsdatum des beprobten Frischlings nach dem 11.08.2017 liegt.

Der Landesjagdverband NRW hatte sich im Vorfeld wiederholt und vehement für eine landesweite Abschaffung, jedenfalls aber Senkung, der Untersuchungsgebühren für gestreifte Frischlinge eingesetzt.

Durch eine intensive Bejagung muss der Schwarzwildbestand reguliert und dessen natürlicher Aufbau sichergestellt werden. Daher sollte der Abschuss aus mindestens 75 % - besser 80 % - Frischlingen, 15 % Überläufern, 5 % unterrangigen Bachen und 5 % Keilern bestehen. Der hohe Eingriff in die Jugendklasse ist der sichere Garant für die Bestandsregulierung und Wildschadensminderung. Alle Jagdarten sind zu nutzen.

 

Situation Fuchs wird überwacht

Quelle: EXTRA-BLATT v. 18.10.2017
Quelle: EXTRA-BLATT v. 18.10.2017

 

Wildschweinbestand hat zugenommen

Immer mehr Bürger von Verwüstungen betroffen

 

 

Quelle: EXTRA-BLATT v. 07.10.2017
Quelle: EXTRA-BLATT v. 07.10.2017

 

 

Die jagdpolitische Wende in NRW setzt sich beim Fuchs weiter fort

 

Jagd am Kunstbau wird im ganzen Land wieder erlaubt werden – Ministerium mahnt intensive Bejagung von Beutegreifern zum Schutz der Tierwelt an

 

Die jagdpolitische Wende in Nordrhein-Westfalen nimmt schon weiter Gestalt an, bevor die von der neuen Landesregierung angekündigten und notwendigen gesetzlichen Regelungen nach den erforderlichen Beratungen durch den Landtag verabschiedet werden können. Das Landesministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz hat in einer dienstlichen Mitteilung vom 17. Oktober alle Unteren Jagdbehörden der Kreise und kreisfreien Städte Nordrhein-Westfalens aufgefordert, in deren jeweiligen Zuständigkeitsgebieten die Jagd auf den Fuchs im Kunstbau zu erlauben. 

 

„Das Jagdrecht in Nordrhein-Westfalen wird wieder vom Kopf auf die Füße gestellt “, sagte dazu Ralph Müller-Schallenberg. Der Präsident des Landesjagdverbandes zeigte sich einmal mehr überzeugt, dass es in NRW nach dem Regierungswechsel insgesamt zu einer modernen und sachgerechten Jagdgesetzgebung mit den Hauptbetroffenen und nicht gegen sie kommen werde.

 

Die generell von der Vorgängerregierung verbotene Jagd auf den Fuchs im Kunstbau war 2015 für zwei Jahre in bestimmten Regionen des Landes örtlich ermöglicht worden („kartografische Gebietskulisse“). Nun hat die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung die Lage neu bewertet und kommt zu dem Ergebnis, die Gebietskulisse zum Schutz der Tierwelt auf das gesamte Landesgebiet Nordrhein-Westfalens mit Ausnahme befriedeter Bezirke auszuweiten. Feldhase, Fasan und andere Tierarten gehen demnach im Bestand weiter zurück, die Fuchsbesätze dagegen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Das Ministerium hat deshalb die Unteren Jagdbehörden gebeten, „die Baujagd auf den Fuchs im Kunstbau in Ihrem Zuständigkeitsgebiet von Amts wegen für fünf Jahre (Jagdjahr 2017/18 bis 2021/22) zu erlauben.“

 

Zudem weist die Forschungsstelle nach Angaben des Ministeriums darauf hin, dass angesichts der prekären Bestandssituation vieler Arten die Raubwildbejagung auch durch andere Jagdmethoden nicht vernachlässigt und nicht auf die Fuchsbejagung am Kunstbau fokussiert werden sollte. „Vielmehr ist es geboten, die Bejagung aller Prädatoren, die für den Feldhasen und die Bodenbrüter relevant sind, in ihrer gesamten Bandbreite zu aktivieren“, heißt es aus dem Ministerium.

 

Die Weisung des Ministeriums bezieht sich derzeit ausdrücklich nur auf die Fuchsjagd im Kunstbau. Nachfragen des LJV haben ergeben, dass für die Anlage von Kunstbauten auch in bisherigen Nicht-Kulisse-Gebieten kein Antrag auf Genehmigung erforderlich sein wird, sondern die Anlage- und Jagderlaubnis auf dem Weg einer Allgemeinverfügung erteilt werden soll.

 

 

 

LANUV gibt „Informationen zur Prämie für die Untersuchung von Schwarzwildfrischlingen“ für die Kreise und kreisfreien Städte heraus

 

28. August 2017, Dortmund (LJV). Per E-Mail vom 16. August 2017 hatten wir über den Start des Pilotprojektes des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) für eine verstärkte Bejagung der Frischlinge berichtet.

Dieses Projekt soll in der Jägerschaft den Anreiz erhöhen, den Bestand an Schwarzwild in NRW zu verringern. Dies ist eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen gegen die afrikanische Schweinepest (ASP), die auch über die Wildschweinpopulation eingeschleppt und verbreitet werden kann.

Für die Trichinenuntersuchung bei den Kommunen anfallende Gebühren werden mit maximal zehn Euro je untersuchtem Frischling gestützt. Ein entsprechender Erlass vom 11. August 2017 ist am 14. August 2017 an die zuständigen Behörden verschickt worden.

Mit der Verfügung vom 25. August 2017 hat das LANUV die Kreise und kreisfreien Städte mit einem Merkblatt über die Vorgaben zur konkreten Umsetzung informiert:

-       Danach werden nur Kosten für Proben an Frischlingen erstattet. Frischlinge in diesem Sinne sind Wildschweine, welche zum Zeitpunkt der Erlegung ein Körpergewicht von maximal 20 kg aufweisen. Das Gewicht der beprobten Wildschweine ist durch eine geeignete Unterlage (Kopie des Wildursprungsschein) nachzuweisen.

-       Es werden nur Kosten für Proben berücksichtigt, bei denen das Erlegungsdatum des beprobten Frischlings nach dem 11.08.2017 liegt.

Bei Rückfragen Ihrerseits setzen Sie sich bitte mit dem für Sie zuständigen Kreisveterinäramt in Verbindung!

Der Landesjagdverband NRW hatte sich bereits in Gesprächen mit dem zuständigen Ministerium wiederholt und vehement für eine landesweite Abschaffung, jedenfalls aber Senkung, der Untersuchungsgebühren für gestreifte Frischlinge eingesetzt.

Durch eine intensive Bejagung muss der Schwarzwildbestand reguliert und dessen natürlicher Aufbau sichergestellt werden. Daher sollte der Abschuss aus mindestens 75 % - besser 80 % - Frischlingen, 15 % Überläufern, 5 % unterrangigen Bachen und 5 % Keilern bestehen. Der hohe Eingriff in die Jugendklasse ist der sichere Garant für die Bestandsregulierung und Wildschadensminderung. Alle Jagdarten sind zu nutzen.

 

Siehe hierzu auch:

 

 

 

Siehe hierzu auch:

 

 

http://www.rwj-online.de/rwj/forschungsstelle/wildbestand/frischlinge-intensiv-bejagen-_6_2014.html#page_2

 

 

Landwirtschaftsministerium startet Projekt für eine verstärkte Bejagung der Frischlinge

16. August 2017, Dortmund (LJV). Im Rahmen eines Pilotprojektes übernimmt das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) einen Großteil der Kosten für die Trichinenschau bei Frischlingen.

Dieses Projekt soll in der Jägerschaft den Anreiz erhöhen, den Bestand an Schwarzwild in NRW zu verringern. Dies ist eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen gegen die afrikanische Schweinepest (ASP), die auch über die Wildschweinpopulation eingeschleppt und verbreitet werden kann.

Für die Trichinenuntersuchung bei den Kommunen anfallende Gebühren werden mit maximal zehn Euro gestützt. Ein entsprechender Erlass vom 11. August 2017, ist am 14. August 2017 an die zuständigen Behörden verschickt worden.

Die Umsetzung dieses Erlasses soll u. a. im Rahmen einer Arbeitsbesprechung, an der auch Vertreter des Landesjagdverbandes teilnehmen, am 17. August 2017 erläutert werden. Sobald uns hierzu weitere Erkenntnisse vorliegen, werden wir unverzüglich darüber berichten.

Der Landesjagdverband NRW hatte sich bereits in Gesprächen mit dem zuständigen Ministerium wiederholt und vehement für eine landesweite Abschaffung, jedenfalls aber Senkung, der Untersuchungsgebühren für gestreifte Frischlinge eingesetzt.

Durch eine intensive Bejagung muss der Schwarzwildbestand reguliert und dessen natürlicher Aufbau sichergestellt werden. Daher sollte der Abschuss aus mindestens 75 % - besser 80 % - Frischlingen, 15 % Überläufern, 5 % unterrangigen Bachen und 5 % Keilern bestehen. Der hohe Eingriff in die Jugendklasse ist der sichere Garant für die Bestandsregulierung und Wildschadensminderung. Alle Jagdarten sind zu nutzen.

 

Nachrichten-Telegramm:

  • „Afrikanische Schweinepest und Wildschweine: Landwirtschaftsministerium startet Projekt für eine verstärkte Bejagung“ Pressemeldung des  Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen vom 15. August 2017

Afrikanische Schweinepest erreicht Tschechien

 

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet von den ersten beiden Fällen der Afrikanischen Schweinepest in der Tschechischen Republik. Entdeckt wurden zwei infizierte Schweine. Der nächstgelegene Fundort ist 400 Kilometer entfernt in der Ukraine. Der DJV bittet Jäger in Deutschland um erhöhte Aufmerksamkeit.

 

  1. Juni 2017, Berlin/Dortmund (DJV/LJV). Nach Angaben der internationalen Nachrichtenagentur Reuters wurden kürzlich zwei Wildschweine etwa 300 Kilometer südöstlich von Prag entdeckt, die an der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gestorben waren. Damit ist die Afrikanische Schweinepest nur noch rund 300 Kilometer Luftlinie von der deutschen Grenze entfernt. Wie das Virus dorthin gelangt ist, bleibt unklar. Der räumlich nächstgelegene Nachweis liegt 400 Kilometer entfernt in der Ukraine. In der Slowakei, dem östlichen Nachbarn auf dem Weg in die Ukraine, wurde bisher kein ASP-Ausbruch gemeldet.

Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA geht davon aus, dass sich das Virus in der Natur etwa einen Kilometer pro Monat ausbreitet. Ein besonders großes Risiko stellt die Verschleppung des Virus durch den Menschen dar. Nach Auskunft des Friedrich-Löffler-Instituts (FLI) reicht im ungünstigen Fall bereits ein achtlos weggeworfenes Wurstbrot aus, um das Virus auf Wild- und Hausschweine zu übertragen. Reisende aus dem Baltikum, Russland, Weißrussland, Ukraine, Polen und Tschechien sollten Lebensmittel, die Teile von Haus- oder Wildschwein enthalten, nicht einführen. Auch Jagdtrophäen vom Wildschwein aus den betroffenen Regionen können ein Einschleppungsrisiko darstellen.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) appelliert an alle Jägerinnen und Jäger in Deutschland, in Alarmbereitschaft zu sein. „Bei Auffälligkeiten im eigenen Revier sollte unverzüglich das Veterinäramt informiert werden“, sagt DJV-Vizepräsident und Veterinär Dr. Wolfgang Bethe. „Das Virus ist hoch ansteckend und für Schweine tödlich. Daher sollten alle Restriktionen, die eine effektive und flächendeckende Schwarzwildbejagung in Deutschland unterbinden, wie etwa die Jagdruhe in Schutzgebieten, aus dem Weg geräumt werden.“ Bei dem hohen Bestand an Hausschweinen in Deutschland dürfe man die Seuche nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Laut FLI führt die ASP-Infektion bei europäischem Schwarzwild zu sehr schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall, Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle“) oder andere Auffälligkeiten wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit. Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in nahezu allen Fällen etwa innerhalb einer Woche zum Tod des Tieres. Beim Aufbrechen vermeintlich gesunder Tiere sollte grundsätzlich auf vergrößerte, „blutige“ Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und feine, punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt.

 

Meldung als PDF zum Download
2017-06_pm_asp_in_tschechien_fv.pdf
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Der Landesjagdverband NRW sowie die Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung NRW haben bereits in der Vergangenheit immer wieder im Rheinisch-Westfälischen Jäger über die ASP informiert und jagdpraktische Handlungsempfehlungen gegeben.

 

Siehe hierzu auch

 

Aufnahme der neuen Mitglieder mit Verleihung

der Hegeringnadel nach getaner Arbeit

 

Schonzeit für Schwarzwild-Überläufer aussetzen

 

Nach der Landesjagdzeitenverordnung (LJZeitVO) vom 28.05.2015 ist eine Jagdzeit für Schwarzwild vom 01.08. bis zum 15.01. festgesetzt; außerhalb dieser Zeit ist das Schwarzwild mit der Jagd zu verschonen. Frischlinge dürfen ganzjährig bejagt werden.

 

Die Untere Jagdbehörde kann gemäß § 22 Abs. 1 Satz 3 Bundesjagdgesetz (BJG) in Verbindung mit § 24 Abs. 2 Landesjagdgesetz Nordrhein-Westfalen (LJG-NRW) die Schonzeit für Schwarzwild für bestimmte Gebiete oder einzelne Jagdbezirke u. a. aus Gründen der Wildschadenverhütung aufheben.

 

Vereinzelt haben Reviere des Hegeringes Eitorf-Herchen den Antrag auf Bejagung der Überläufer (12 bis 24 Monate alte Stücke) schon

bei der Unteren Jagdbehörde gestellt. Nach Beantwortung eines Fragebogens hinsichtlich der Wildschäden, Bejagungsstrategien, sowie

des Schwarzwildbestandes, wird im Einvernehmen mit der Forschungsstelle und dem Kreisjagdberater entschieden.

 

Es sind bereits Bescheide positiv entschieden worden! Die Kosten dieses Verwaltungsaktes belaufen sich auf 60,-€.

 

Daher sind nun die Jagdausübungsberechtigten gefragt, ob eine zusätzliche Bejagung der Überläuferklasse vom 16. Januar

bis 31.Juli für das jeweilige Revier Sinn macht.

 

Anlage: Fragebogen zum Download

 

Allzeit Waidmannsheil

 

Christopher Kirschbaum

 

 

Ergänzender Fragebogen zum Antrag auf Aufhebung der Schonzeit für Schwarzwild-Überläufer
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Vogelgrippe auch bei uns?

 


 

 

Am 25.01.2017 wurde auf einem Balkon in der Ortschaft Ringenstellen, 51570 Windeck, ein verendeter Uhu gefunden.

 

 

Die Eule war nahezu ausgewachsen und nicht beringt. Die Todeszeit konnte schon eine Woche zurückliegen, da die Fundstelle seitdem nicht mehr aufgesucht worden war und die dauerhaft frostigen Temperaturen eine schnelle Verwesung verhinderten.

 

Im Raum stand daher der Verdacht, dass der Vogel unter Umständen auf Grund der grassierenden Vogelgrippe zu Tode gekommen war.

 

Eine telefonische Anfrage beim Kreisveterinäramt in Siegburg ergab, dass grundsätzlich die örtlich zuständigen Ordnungsämter für weitere Maßnahmen zu verständigen sind.

 

 

Der Fundort liegt inmitten der Jagdbezirke Wilbertzhohn (Eitorf 07), Obere Höhe (Windeck 01), Untere Höhe „Revier Neuenhof“ (Windeck 02-b).

 

Die Bebauung der Ortschaft liegt im Zuständigkeitsbereich der Verbandsgemeinde Windeck.

 

 

Das Ordnungsamt der Gemeinde Windeck wurde daraufhin verständigt und über den Fund informiert. Am Folgetag wurde der Kadaver von Mitarbeitern des Bauhofes abgeholt und zwecks genauerer Untersuchung dem Institut des Museum König in Bonn zugeführt. Eine Diagnose steht noch aus und wird alsbald nachgereicht.

 

 

Betroffen sind vor allem Wasservögel sowie Fisch- und Allesfresser. Dazu kommen aber auch vereinzelt Mäusebussarde, Seeadler und Eulen!

Also, es besteht keine Entwarnung beim Totfund von Greifvögeln und Eulen.
 

 

Weitere Informationen zur Vogelgrippe erhalten sie unter:

 

 

https://www.umwelt.nrw.de/fileadmin/redaktion/PDFs/landwirtschaft/tierhaltung_tierschutz/informationen_vogelgrippe.pdf

 

 

sowie bei unserem Obmann für Falknerei Klaus Schröter:

 

Mobil: 0170 - 7360213

Email: falconet@t-online.de

 

 

 

Ordnungsamt Eitorf:

 

Markt 1

53783 Eitorf

Telefon: 02243/89-110

Fax: 02243/89-179

Email: buergermeister@eitorf.de

www.eitorf.de

Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-12 Uhr, Do 14-17 Uhr

 

 

Ordnungsamt Windeck:

 

Rathausstr.12

51570 Windeck-Rosbach

Telefon: 02292/601-0

Fax: 02243/601-300

Email: buergermeister@gemeinde-windeck.de

www.windeck-bewegt.de

Öffnungszeiten: sind telefonisch zu erfragen

 

 

Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Rhein-Sieg-Kreis:

 

Dezernat 4

Kaiser-Wilhelm-Platz 1

53721 Siegburg

Telefon: 02241/13-2137

Fax: 02241/13-3079

Email: kreisverwaltung@rhein-sieg-kreis.de

www.rhein-sieg-kreis.de

Öffnungszeiten: Mo 8:30-12 und 14-16:30 sowie nach Vereinbarung




Wichtige Information


für alle Jagdausübungsberechtigte (Revierpächter) im Zuständigkeitsbereich der Unteren Jagdbehörde des Rhein-Sieg-Kreis:




Betr.: Standortmeldungen der Kirrplätze mit Geobasisdaten an die UJB


Auf dem Seminar der Kreisjägerschaft vom 02. Oktober 2015 zum Thema "Jagdschutz" wurde durch den Leiter der UJB Herrn Marr den anwesenden Revierpächtern und bestätigten Jagdaufsehern folgendes bekanntgegeben:


Die durch das neue LJG NRW erforderlich gewordenen Meldungen der Geobasisdaten für Kirrplätze müssen erst nach Aufforderung durch die UJB erfolgen. Herr Marr machte weiterhin deutlich, dass dies frühesten zum Ende des Jahres 2015 erfolgen wird.


Christopher Kirschbaum


Schießnachweis


 

gem.§17a (3) LJG NRW - §34 DVO


 

Mit sofortiger Wirkung ab dem 27.05.2015 ist es für alle Gesellschaftsjagden und private Jagden Pflicht einen aktuellen Schießnachweis gem.§17a (3) LJG NRW - §34 DVO vorzuweisen.

 

 

Dieser kann auf allen Schießterminen in Form jeglicher Bewegungsjagd bei uns im Hegering abgenommen und erworben werden.

 

 

 

Christopher Kirschbaum

Obmann Jagdliches Schießen