Wolf - Vorkommen an der Sieg 2019/2020

Foto: Landesumweltministerium Rheinland-Pfalz
Foto: Landesumweltministerium Rheinland-Pfalz

Sichtung in Wald bei Neuwied

 

12. Februar 2020:

 

Im Westerwald bei Neuwied hat eine Wildtierkamera die Wolfsfamilie eingefangen.

Foto: Landesumweltministerium Rheinland-Pfalz

 

Quelle: General-Anzeiger

Wolfsnachweise in der Region (Stand 23.12.2019)

20. Dezember 2019

Bundestag beschließt leichteren Abschuss von Wölfen

 

 

 

Berlin, 20. Dezember 2019 (dpa). Wölfe dürfen zum Schutz von Schafen und anderen Weidetieren in Deutschland künftig leichter abgeschossen werden. Der Bundestag beschloss am Donnerstag ein entsprechendes Gesetz, auf das sich die große Koalition nach monatelangem Streit verständigt hatte.

 

Demnach soll ein Abschuss auch dann möglich sein, wenn unklar ist, welcher Wolf genau zum Beispiel eine Schafherde angegriffen hat.

 

 

 

Füttern und Anlocken der geschützten Tiere soll verboten werden. Die Maßnahmen sollen wirtschaftliche Schäden für Bauern und Hobbyschäfer abwenden und auch Verunsicherung in vielen Dörfern entgegenwirken.

 

 

 

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sagte: «Die Neuregelung zeigt, dass wir berechtigte Sorgen der Bevölkerung und die Interessen der Weidetierhaltung ernst nehmen.» Der CDU-Abgeordnete Hermann Färber sagte im Bundestag, bei 639 Übergriffen von Wölfen im vergangenen Jahr seien bundesweit 2067 Nutztiere gerissen worden. «Deshalb ist es höchste Zeit, dass wir den Weidetierhaltern in Deutschland wieder eine Perspektive zum Schutze ihrer Tiere bieten.» Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Carsten Träger, hob zugleich hervor: «Es wird kein unkontrolliertes Rudelschießen geben.» Für die Neuregelungen stimmten in namentlicher Abstimmung 361 Abgeordnete, 275 Parlamentarier lehnten sie ab.

 

 

 

Nach den von Umweltministerin Schulze vorgelegten Plänen sollen so lange Wölfe in einer Gegend geschossen werden können, bis es keine Attacken mehr gibt - auch wenn dafür ein ganzes Rudel getötet wird.

 

Die Länderbehörden müssen aber jeden Abschuss einzeln genehmigen.

 

Dabei sollen Jäger regelmäßig vorab einbezogen werden.

 

 

 

Künftig soll zudem schon eine Abwendung «ernster wirtschaftlicher Schäden» reichen, bisher ist im Gesetz von «erheblichen Schäden» die Rede. Das soll es auch Hobbyschäfern ermöglichen, Entschädigungen zu bekommen, wenn Wölfe zuschlagen. Mischlinge aus Wolf und Hund, sogenannte Hybride, sollen geschossen werden. Füttern und Anlocken soll verboten werden, damit Wölfe sich nicht an Menschen gewöhnen.

 

 

 

Von der Opposition kam Kritik. Der Linke-Politiker Ralph Lenkert forderte stärkere Hilfen und Entschädigungen für Schäfer. Steffi Lemke (Grüne) warnte vor neuer Unsicherheit. Ein Präventivabschuss von Wölfen sei europarechtlich nicht zulässig. Karsten Hilse (AfD) sprach von einem «zaghaften Schritt in die richtige Richtung». Karlheinz Busen (FDP) nannte die Regelungen nicht ausreichend.

 

 

 

Die Umweltschutzorganisation WWF begrüßte die Pläne. Sie machten deutlich, dass Ausnahmen vom strengen Schutzstatus des Wolfes und anderer geschützter Tierarten enge Grenzen gesetzt seien. Die Tötung eines Wolfes müsse auch bei der neuen Gesetzeslage Ultima Ratio sein.

 

Um ein langfristiges Miteinander von Menschen, Weide- und Wildtieren zu ermöglichen, seien flächendeckende Maßnahmen zum Herdenschutz in allen Bundesländern mit Wolfsvorkommen das A und O.

 

 

 

Seit der Jahrtausendwende breiten sich Wölfe in Deutschland aus, nachdem sie lange ausgerottet waren. Nach Angaben der zuständigen Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes leben hierzulande mittlerweile 105 Wolfsrudel. Dazu kommen 25 Paare und 13 Einzeltiere. Wie viele Wölfe ein Rudel bilden, schwankt stark. Es sind in der Regel das Elternpaar und sein Nachwuchs, die Sterblichkeit bei Wolfswelpen ist aber sehr hoch. Die meisten Wölfe leben in Ost- und Norddeutschland. Einen bestätigten Angriff eines Wolfs auf einen Menschen in Deutschland gab es seit der Rückkehr der Tiere nicht.

 

 

 

Für die Union machte Fraktionsvize Gitta Connemann weiteren Handlungsbedarf deutlich. «Weidetiere haben dasselbe Recht auf Tierschutz wie Wölfe», sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Deshalb werde eine Bestandsregulierung gebraucht, was nur mit einer weitergehenden Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes gehe. Etwa mit Blick auf Deiche, die beweidet werden müssten, bleibe zudem die Schaffung wolfsfreier Zonen weiter auf der Tagesordnung.

 

 

 

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Neue Wolfsnachweise im Kreis Neuwied

19.12.2019
Genetische Untersuchung ergibt:
Sehr wahrscheinlich leben zwei Fähen in Rheinland-Pfalz /
weiterer Wolfsnachweis bei Sankt Katharinen

 

 

weitere Info hier

 

 

Genetischer Nachweis liegt vor

 

 

Es handelt sich um HW01, GW1258m, Männchen, Herkunftsrudel unbekannt

 

https://wolf.nrw/wolf/de/nachweise

 

 

 

 

Wolfsriss an Schafe

bei Daufenbach bestätigt

 

in Rheinland Pfalz

 

 

NR-Kurier Region Dürrholz 27.06.2019 Pressemitteilung des Hegerings Puderbach

 

 

 

LANUV bestätigt Wolfsichtung

 

im Rhein-Sieg-Kreis

 

 

Aktuelles 29.05.2019 auf wolf.nrw.de

 

 

 

Pressemitteilung

 

LANUV bestätigt Wolfsichtung

 

im Rhein-Sieg-Kreis

 

 

Aktuelles 29.05.2019 auf lanuv.nrw.de

 

 

 

Wölfe an der Sieg?

Eitorf, 21.05.2019: In den letzten Tagen häufen sich in den Bereichen Obereip, Irlenborn und Schiefen Meldungen, bei denen offenbar ein Wolf gesichtet wurde. Zudem wurde ein solches Tier beim Wegschaffen eines gerissenen Rehs sogar gefilmt.

Der zuständige Wolfberater hat Proben von Tierkadavern genommen, um den Beutegreifer (Prädator) genauer im Labor bestimmen zu lassen.

 

Wir werden an dieser Stelle weiter über den Fortgang der Geschehnisse berichten.

 

 

Begegnungen mit dem Wolf?
Auch in einem Gebiet, in dem Wölfe ihr Revier haben, ist es äußerst unwahrscheinlich, dass Sie einen Wolf zu Gesicht bekommen. Wölfe meiden die Nähe des Menschen. Vor allem bei jungen und unerfahrenen Wölfen kann es aber vorkommen, dass die Neugier stärker ist, als die Furcht.

Wenn Sie einem Wolf begegnen, sollten Sie sich auf diese Weise verhalten:

  • Nicht versuchen, sich dem Wolf zu nähern, ihn anzufassen oder zu füttern!
  • Nicht weglaufen, am besten stehen bleiben und abwarten, bis sich der Wolf zurück zieht.
  • Wenn man selbst den Abstand vergrößern will, langsam zurück ziehen.
  • Man kann den Wolf auch vertreiben, indem man auf sich aufmerksam macht (laut ansprechen, in die Hände klatschen, mit den Armen winken).

 

 

Kontaktstelle für Meldungen

Melden Sie bitte jede Sichtung eines Wolfes möglichst bald an das Landesumweltamt (LANUV NRW), das dafür zuständig ist.

www.wolf.nrw


Werktags:
Landesumweltamt (LANUV)
Tel.: 02361-305-0

Außerhalb der Geschäftszeiten /
am Wochenende:
Nachrichtenbereitschaftszentrale des LANUV
Tel.: 0201-714488

 

Email: wolf_nrw@lanuv.nrw.de