Aktuelle Änderungen im Jagdwesen


 

Was jeder Jäger ab sofort beachten muss

 



Schießnachweis


 

gem.§17a (3) LJG NRW - §34 DVO


 

Mit sofortiger Wirkung ab dem 27.05.2015 ist es für alle Gesellschaftsjagden und private Jagden Pflicht einen aktuellen Schießnachweis gem.§17a (3) LJG NRW - §34 DVO vorzuweisen.

 

 

Dieser kann auf allen Schießterminen in Form jeglicher Bewegungsjagd bei uns im Hegering abgenommen und erworben werden.

 

 

 

Christopher Kirschbaum

Obmann Jagdliches Schießen

Änderung bei der Beprobung von Wildschweinen in Monitoringgebieten

Ab sofort brauchen laut Aussage von Herrn Dr. Mann (Veterenärramt Rhein Sieg Kreis) nur noch Trichinenuntersuchungen und Blutuntersuchungen durchgefährt werden, die Entnahme von Organproben entfällt.

 

Die Blutprobe muss mit der neuen Spritze von nun an durchgeführt werden. Der auf dem Spritzenröhrchen angebrachte Barcode wird auf das neue Formular, im speziell markierten Feld, aufgeklebt.

 

Allen Jagdausübungsberechtigten wird die Anforderung der neuen Vordrucke bei der Kreisbehörde empfohlen.

Alte Formulare verlieren aber nicht ihre Gültigkeit.

 

Genauere Daten, bundesweit vernetzt

Das "Örtliche Waffenverwaltungssystem"

(ÖWS NRW) wird landesweit eingeführt

 

 

 

Mit der neuen Software »citkoWaffe«, die jetzt in einer Pilotphase bei den PP Duisburg, Essen und Hagen getestet wird, kann die Polizei in NRW künftig alle Daten rund um den Besitz von Waffen minutiös erfassen und nach verfolgen.

Es gibt drei Gruppen von Menschen, die zu Hause Waffen haben: »Das sind die Sportschützen, die Jäger, die Erben und die so genannten »Altbesitzer«, die ihre Waffe vor dem Jahr 1970 erworben haben«, berichtet Bianca Wissing.

Die Verwaltungsfachwirtin arbeitet als Waffensachbearbeiterin beim PP Duisburg: » In Duisburg sind 2.500 Waffenbesitzkarteninhaber registriert, die zusammen etwa 14.000 Waffen angemeldet haben. « Nimmt man die Datensätze von verkauften und vernichteten Waffen hinzu, die sich einmal im Besitz von Duisburger Bürgerinnen und Bürgern befunden haben, kommt man auf die beeindruckende Zahl von 42.000 Datensätzen – allein für Duisburg.

 

Bislang gab es in NRW drei Systeme zur Erfassung dieser Daten, die nebeneinander genutzt wurden: »Orion«, »Condition« und das »Iserlohner Modell«. »Wir lösen jetzt alle drei Altanwendungen durch das landeseinheitliche System »CitkoWaffe« ab«, erklärt Alexander Frost, Erster Polizeihauptkommissar beim Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste und Projektleiter für die Einführung der neuen Softwarelösung.

Damit kommt das Land NRW einem Beschluss der Innenministerkonferenz zum Aufbau eines Nationalen Waffenregisters (NRW) nach.

 

Das örtliche Waffenverwaltungssystem ist eine Grundvoraussetzung für die Errichtung des Nationalen Waffenregisters. Der Aufbau erfolgt schrittweise von unten nach oben: In jeder der 47 Kreispolizeibehörden in NRW werden im Lauf der kommenden Monate die Datensätze zu allen registrierten Waffen bereinigt. Fehlerhafte Angaben in den Datensätzen werden berichtigt und nach einheitlichen Kriterien in der neuen Software »CitKoWaffe« abgebildet. Die so entstehenden Datensätze sind dann mit dem Nationalen Waffenregister kompatibel und werden im Rahmen der »Erstbefüllung« automatisiert übertragen. Alexander Frost: »Es soll künftig minutiös nachvollziehbar

sein, wer wann wo eine Waffe gekauft hat und welchen Weg diese Waffe genommen hat. Das konnten wir bislang nicht.« In NRW ist Duisburg der Vorreiter: Bianca Wissing und ihre Kollegen haben schon jetzt nahezu die Daten zu allen Waffen NRW-kompatibel in »CitKoWaffe« erfasst. Mit Unterstützung des Benutzer- und Systemservices des PP Essen konnte darüber hinaus die in den Kreispolizeibehörden erforderliche Migration der »Altdaten« bestens vorbereitet werden. Der Projektleiter, Alexander Frost, findet das vorbildlich.

 

Bislang fehlten Standards zur Erfassung

 

Jeder, der eine Waffe besitzen möchte, muss dies bei der Polizei im Waffenregister anmelden. Ist er zum Besitz einer Waffe berechtigt, erhält er eine Genehmigung, die in einer Waffenbesitzkarte dokumentiert wird.

In früheren Jahren gab es Unklarheit beim Erfassen von Waffen: »Da bin ich auf Einträge wie »Hasenflinte« oder »Scheintotpistole« gestoßen«, erinnert sich Bianca Wissing.

 

Das sind natürlich keine technisch korrekten und von Dritten nachvollziehbaren Bezeichnungen. Der Grund: Es gab bislang einfach keinen Standard zur Erfassung der Waffen. »Die Sachbearbeiter müssen künftig qualitätsbewusster arbeiten, sie bekommen über Katalogeinträge vorgegeben, was sie einzutragen haben«, weiß Alexander Frost: »Es wird für die Sachbearbeiter keine zusätzliche Arbeit geben. Die Kollegen müssen allerdings künftig genauer arbeiten.« Dabei werden sie von »CitKo-

Waffe« bestens unterstützt.

 

 

 

Eine benutzerfreundliche Lösung

 

Man muss Bianca Wissing nur einmal über die Schulter schauen, um zu sehen, wie benutzerfreundlich das neue System ist.

Mit Hilfe eines Auswahlmenüs kann sie zum Beispiel die Aufbewahrung definieren: Ob die Waffe sich in einem Waffenraum, Munitionsschrank oder Bankschließfach befindet, muss jetzt nicht mehr mit der

Hand eingegeben werden. Sie kann auch per Auswahlmenü eintragen, wie der Nachweis für den Besitz der Waffe erbracht wurde, ob zum Beispiel durch eine Rechnung oder durch einen Lieferschein.

 

Jeder Waffenbesitzer muss nachweisen, dass er die Waffe ordnungsgemäß aufbewahrt.

Deshalb kann auch ein Foto des Waffenschranks hochgeladen werden, das der Waffenbesitzer per e-Mail an die Registrierungsstelle bei der Polizei schicken kann. Ältere Waffenbesitzer, die keine Digitalkamera haben, mit der sie die sichere Aufbewahrung selbst dokumentieren können, werden von Polizeibeamten zu Hause besucht. Sie stellen dann fest, ob der Schrank ordnungsgemäß dort steht,

gesichert ist und den Anforderungen entspricht.

Fotos der einzelnen Waffen werden übrigens nicht in das neue Register aufgenommen.

Dadurch würde die Datenmenge einfach zu groß.

 

Es gibt auch automatische Warnungen: Wenn ein Waffenbesitzer einen Schrank besitzt, der nur zehn Waffen aufnehmen darf, und er meldet eine elfte Waffe an, dann schlägt »CitKoWaffe« von sich aus Alarm.

»CitkoWaffe« verfügt auch über ganz praktische Vorteile wie eine Druckvorschau für die Eintragung neuer Waffen in die Waffenbesitzkarten: » Das System sagt nun genau, was wo auf diese Karten gedruckt werden wird. Das minimiert die Zahl der Fehl- Eindrucke auf den Waffenbesitzkarten «, freut sich Bianca Wissing.

 

Die Ermittlungsarbeit wird erleichtert

 

Ermittler haben den lesenden Zugriff für den operativen Dienst. Sie können abfragen, welche Waffen eine Person besitzt. Personen, die ein Waffenbesitzverbot haben, werden durch ein großes Signet in Art eines Verkehrszeichens gekennzeichnet. Bei Waffenbesitzern können die Ermittler zum Beispiel

einsehen, welchen Typ Waffe eine Person besitzt und welches Kaliber die Waffe hat.

Sie können den Hersteller und die Waffennummer sehen und, ob jemand Munition

für seine Waffe angemeldet hat. Die Anwendung zeigt auch die Waffen an, die jemand früher besessen hat und die er bereits verkauft hat. Sie sind dann in der Bildschirmanzeige grau statt schwarz hinterlegt. All diese Informationen können hilfreich sein, wenn es beispielsweise zu einer Wohnungsdurchsuchung kommt.

 

 

 

Das nationale Waffenregister nimmt Gestalt an

 

Nach der EU-Waffenrichtlinie müssen die Mitgliedstaaten bis spätestens 31. Dezember 2014 ein computergestütztes zentral oder dezentral eingerichtetes Waffenregister eingeführt haben. Darin wird jede unter die Richtlinie fallende Waffe registriert. Den zuständigen Behörden muss der Zugang zu den gespeicherten Daten gewährleistet werden.

Deutschland traf die Entscheidung, das Register bereits bis zum 31. Dezember 2012 einzuführen. Doch Deutschland geht über Vorgaben der EU-Richtlinie hinaus. Die Vorgabe lautet: Alle Daten zu Schusswaffen, deren Erwerb und Besitz der Erlaubnis bedürfen, sollen komplett elektronisch auswertbar erfasst und stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden (nach § 43a Waffengesetz).

Außerdem sollen alle Daten von den Erwerbern und den Erben dieser Schusswaffen erfasst werden. Die Ständige Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK) hat im April 2008 die Einrichtung einer Bund- Länder-Arbeitsgruppe »Nationales Waffenregister« (BL AG NRW) unter Leitung des Bundesministeriums des Innern beschlossen, in der die Möglichkeiten und Kosten der

Errichtung eines elektronischen Waffenregisters sondiert und ein Errichtungsgesetz vorbereitet werden sollen.

Die Rechtsgrundlagen für das Nationale Waffenregister (NRW) sollen im Juli in Kraft treten. Die landesweite Einführung des »Örtlichen Waffenverwaltungssystems« (ÖWS) in NRW wird die Geschäftsprozesse im Waffenwesen innerhalb der Polizei NRW vereinheitlichen und verbessern

sowie den reibungslosen Datenaustausch mit dem Nationalen Waffenregister ermöglichen. Die landesweite Einführung des ÖWS soll im 4. Quartal 2012 in NRW abgeschlossen sein, so dass die Übergabe der Daten der örtlichen Waffenbehörden zur Erstbefüllung des NRW problemlos

erfolgen kann.

 

Quelle: Polizei NRW                                                                                                        

Änderung bezüglich Schweinepest

Aufgrund des Durchführungsbeschlusses der Kommission der Europäischen Union vom 08. Mai 2012 zur Änderung der Entscheidung 2008/855/EG hinsichtlich tierseuchenrechtlicher Maßnahmen zur Bekämpfung der klassischen Schweinepest in Deutschland wird die tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Schweinepest bei Wildschweinen des Rhein-Sieg-Kreises vom 09. Februar 2009 aufgehoben werden.

 

Antragsformular steht Ihnen hier zum Download bereit:

13 - Punkte - Programm

für ein ökologisches Jagdgesetz